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Neuartige Anlage:Hackschnitzel mit Sonnenenergie getrocknet

Sonnenenergie sollte in Zeiten der Klimaveränderung mehr eingesetzt werden. Hackschnitzelanlagen boomen, weil sie nachwachsende Biomasse-Rohstoffe in Energie verwandeln. Verbindet man beide Technologien, erntet man die Vorteile in Kombination.

Eine solche fortschrittliche Anlage wurde kürzlich in der Gästepension Grundner in Edlbach bei Windischgarsten eröffnet, die bisher mit Öl beheizt wurde. Produzent ist die Firma Cona Solar Austria in Voitsdorf bei Ried im Traunkreis.

Geschäftsführer Georg Hubmer legte bei der Eröffnungsfeier die wichtigsten Prinzipien dieser neuen Technolgie dar. In den Solarkollektoren wird nicht Wasser, sondern Luft erhitzt, mit der dann die Hackschnitzel getrocknet werden. "Die Luft reagiert sehr rasch, bereits bei bewölktem Himmel tritt die Erwärmung ein", sagte Hubmer.

Beim Luftkollektor handelt es sich um eine Spezialentwicklung, die mehr als 600 Watt Leistung pro Quadratmeter Kollektorfläche liefert. Der Firma Cona wurde für diese innovative Entwicklung das Patent erteilt.

Sonnenenergie vermehrt

Durch diese Technologie wird die Sonnenenergie vervielfacht. Durch die Trocknung des Hackgutes wird die Selbsterwärmung und der damit verbundene Energieverlust verhindert. Dadurch wird auch vermieden, dass Wasser im Heizkessel verdampft, wodurch der Kessel geschont wird und der Heizwert steigt.

"Das Hackgut wird um 150 bis 250 kWh je Schüttraummeter aufgewertet. Das ist ein Vielfaches der Energie, die wir hineinstecken müssen. Bei einer jährlichen Trocknung von 1000 Schüttraummetern bei der Familie Grundner ergibt das eine Energieaufwertung von stattlichen 170.000 kWh", sagte Grundner.

Durch das ausgeklügelte Trocknungssystem entstehen nur geringe Kosten. Es kommen sparsame Axialventilatoren zum Einsatz, die wenig Strom verbrauchen. Nur 1,5 bis 3 kWh Stromeinsatz sind für die Trocknung eines Schütt-raummeters nötig.

Bürgermeister Johann Feßl betonte, dass bei der Familie Grundner bisher 20.000 Euro für Heizöl ausgegeben wurden. Jetzt bleiben das Geld und die Wertschöpfung im Ort. 

Quelle: OÖ Nachrichten, 24.05.2007