www.solar.cona.at
Solare TrocknungReferenzenAktuelles/MedienÜber unsKontakt

Heiße Luft lässt Bedarf an Hackgut schrumpfen

Um ein Drittel soll mit einer neuen Technologie, die ursprünglich für lateinamerikanische Bauern entwickelt wurde, der Verbrauch an Hackschnitzel gesenkt werden können. Ein heimisches Unternehmen übernimmt dabei die Vorreiterrolle.

Was die Firma Cona Solar aus Ried/Traunkreis (Bezirk Kirchdorf) vor 20 Jahren zur Trocknung von Kaffeebohnen in Lateinamerika entwickelt hat, kommt nun verstärkt auch hierzulande zum Einsatz: solare Trocknungsanlagen, die im Vergleich zur herkömmlichen Behandlung mit Umgebungsluft deutlich weniger Strom verbrauchen. Natürlich wird in Oberösterreich damit nicht Kaffee getrocknet, sondern vorrangig Hackschnitzel. "Trockenes Hackgut hat einen weitaus höheren Heizwert, der Jahresbedarf sinkt um bis zu ein Drittel", erläutert Andreas Dietachmair von Cona Solar dem VOLKSBLATT. Zudem würden feuchte Hackschnitzel zu gesundheitsgefährdender Schimmelbildung neigen und obendrein den Heizkessel angreifen.

Nachfrage steigt sprunghaft an.
Zehn derartige Anlagen, bei dnen die Luft in Sonnenkollektoren erwärmt und dann ins Hackgut eingeblasen wird, haben die Rieder im Land ob der Enns bereits in Betrieb. Bis zum Sommer folgen vier weitere. "Die Nachfrage ist stark steigend, gibt es doch in Oberösterreich bereits 25.000 Hackschnitzelheizungen", berichtet Geschäftsführer Georg Hubmer. 10.000 bis 20.000 Euro koste eine Anlage. Für die Hackschnitzelerzeuger würde sich die Investition innerhalb von fünf Jahren amortisieren, rechnet Dietachmair vor: "Trockenes Hackgut kann um sechs bis acht Euro je Schüttraummeter teurer verkauft werden."

Halbe Million Euro Umsatz erwirtschaftet
Cona Solar Austria erwirtschaftete mit elf Mitarbeitern zuletzt 500.000 Euro Umsatz, davon 100.000 mit den Hackschnitzel-Anlagen. Der Großteil der Erlöse kommt (noch) aus Lateinamerika. Heuer peilt Hubmer ein deutliches Umsatzplus an.